Das Kantonsgericht künftig unter einem Dach
Seit fast 20 Jahren gibt es Bestrebungen das Kantonsgericht, welches heute auf verschiedene Standorte über die ganze Stadt Luzern verteilt ist, unter einem Dach zu vereinen. Mit der überwiesenen Botschaft B76 wird dies nun möglich.
Aufgrund einer Motion von Ludwig Peyer hat eine Spezialkommission während 2 Jahren zahlreiche Standorte evaluiert und sich am Schluss geschlossen für den Standort Würzenbachstrasse 8 entschieden. Das Kantonsgericht war in der Person des Präsidenten in dieser Spezialkommission vertreten und hat das Vorgehen wie auch den Entscheid mitgetragen. Dieses Gebäude ist im Besitz des Sozialversicherungszentrums WAS, der Kanton Luzern hat im WAS eine Minderheitsbeteiligung.
Eine erste Schatzung des Gebäudes (basierend auf Büronutzung) ergab einen Wert von knapp 14 Millionen Franken. Das WAS hat sich anschliessend zugunsten seiner Versicherten zu einem Bieterverfahren entschieden, was den Preis aufgrund der Gebote (Wohnnutzung) auf 18,4 Millionen angehoben hat.
Die Mitte empfand das Verhalten des WAS in diesen Verhandlungen als störend. Es kam das Gefühl auf, dass diese Institution den Kaufauftrag des Kantonsrates ausnutzt, um einen möglichst hohen Preis zu erzielen, auch wenn dieser als marktgerecht angesehen werden kann.
In der Summe der Überlegungen sind wir auf die Botschaft eingetreten. Eine weitere Spezialkommission würde zu einem weiteren jahrelangen demokratischen Prozess im Kantonsrat führen und eine einheitliche Lösung für das Kantonsgericht wäre in weiter Ferne. Ob eine andere Lösung günstiger wäre, darf bezweifelt werden.
Der Sonderkredit wurde mit 115 zu 0 Stimmen gutgeheissen und kommt im Juni 2026 vors Volk.