Stärkung der Notfallversorgung im Kanton Luzern: Übergangslösungen und nachhaltige Finanzierung für eine flächendeckende und gerechte Versorgung
Mit der Ankündigung der Schliessung der Notfallpraxis Sursee stellte die Mitte Luzern eine Anfrage zur Bewältigung der zusätzlichen Patientenströme. Als Reaktion darauf wurde eine Übergangslösung umgesetzt: Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) Sursee übernahm den Notfallpraxisbetrieb für leichtere Fälle. Der sogenannte «Fast Track» ergänzt die bestehende, rund um die Uhr geöffnete Notfallstation. Dort leisten derzeit rund 20 Hausärztinnen und Hausärzte auf freiwilliger Basis Notfalldienste.
Diese Massnahme hilft, die Schliessung aufzufangen, doch die Notfalldienst-Thematik bleibt aktuell. Im Rahmen des Projekts «Notfall-Triage» wird ein Konzept für eine effiziente und flächendeckende Notfallversorgung im Kanton entwickelt. Das Zusammenspiel zwischen diesem Angebot und der Revision des Spitalgesetzes im Mai 2025 stärkt die integrierte Gesundheitsversorgung. Es stellt sicher, dass alle drei Spitäler im Kanton Luzern ihre wichtigen Versorgungsaufgaben erfüllen können. Gleichzeitig schafft es Flexibilität für zukünftige medizinische Entwicklungen und sichert den Erhalt wichtiger Ausbildungsprogramme.
Die Mitte Luzern begrüsst die pragmatische Lösung, betont aber, dass die strukturellen Herausforderungen der Notfallversorgung weiter angegangen werden müssen. Besonders wichtig ist eine nachhaltige Unterstützung der Hausärzteschaft, um Überlastung zu vermeiden. Zudem braucht es eine gerechtere Finanzierung der Notfalldienste, damit ähnliche Engpässe in Zukunft verhindert werden können.
Carlo Piani Kantonsrat Die Mitte Sursee
Stärkung der Notfallversorgung: Flexible Lösungen und nachhaltige Finanzierung notwendig