Persönliche Highlights
Am Sessionsrückblick News aus Bern erhalten die Teilnehmenden immer einen Einblick hinter die Kulissen des Bundeshauses. Unter der Leitung von Renata Asal-Steger und Roger Zurbriggen wurde die Fragerunde mit den Luzerner Eidgenossen moderiert. Die Einstiegsfrage «Was denn das persönliche Highlight der Sommersession war?» lockerte direkt die Stimmung und gab einen persönlichen Einblick in die Arbeit der Bundesparlamentarier. Während sich Priska Wismer über den kollegialen Austausch nach den hitzigen Debatten freute, schwärmte Leo Müller vom Fraktionsausflug nach Basel und die dortige Besichtigung des Fussballstadions St. Jakob sowie Hintergrundinformationen zur kommenden Women Euro. Andrea Gmür berichtete von der Parlamotion, das Rennen für den guten Zweck rund ums Bundeshaus, welches in der Sommersession morgens um 06.30 Uhr startet. Nationalrat Pius Kaufmanns Highlight waren die diversen persönlichen Gespräche mit Ratskolleginnen und Kollegen aus allen Parteien am Rande der Session.
Ziel wird klar verfehlt
Ein besonderer politischer Schwerpunkt der Sommersession 2025 bildeten die Abstimmungen rund um die Einführung der Individualbesteuerung. Diese wurde in der Schlussabstimmung hauchdünn von der FDP sowie den links-grünen Parteien angenommen. Die Mitte und SVP kämpften in den Räten vergeblich gegen die neuen Ungerechtigkeiten, welche das Bürokratiemonster Individualbesteuerung mit sich bringen würde. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Kantone massiv gegen diese Steuerreform wehren, weil sie einen enormen Mehraufwand für die kantonalen und kommunalen Verwaltungen bedeuten. Zudem verfehlt die Individualbesteuerung das eigentliche Ziel, der Abschaffung der Heiratsstrafe. Denn sie schafft die Heiratsstrafe nicht ab, sondern schafft neue Ungerechtigkeiten für Familien mit ungleichen Einkommen. Die Mitte wird dieses ungerechte System mit allen Mitteln bekämpfen.
SRG, Europa und Speckzopf
Auch die SRG-Halbierungsinitiative oder das neue EU-Rahmenabkommen waren Thema bei News aus Bern. Während Ständerätin Andrea Gmür eindrücklich aufzeigte, was alles unter der SRG-Sparhammer-Initiative leiden würde, erläuterte Pius Kaufmann die Komplexität und Grösse des vorliegenden Entwurfs für das EU-Rahmenabkommen. Nationalrätin Priska Wismer erläuterte die Wichtigkeit des Beschleunigungserlasses für den Zubau der erneuerbarer Energien und Ratskollege Leo Müller erläuterte die vorgesehene Änderung des Landwirtschaftsgesetz in Scheidungsfällen. Alle Geschäfte weisen eine hohe Komplexität auf und sind nicht so einfach, wie das die Polparteien am linken und rechten Rand darzustellen versuchen. Diese und weitere politische Themen wurden beim anschliessenden Apéro besprochen. Die rund 40 Anwesenden schätzten den direkten Austausch an diesem sommerlichen Abend bei Speckzopf und kühlen Getränken unter der perfekten Organisation der christlich-sozialen Vereinigung.